Direkt zum Hauptbereich

Linguistische Unterdrückung

Hier seien nur einige wenige Beispiele der linguistischen Unterdrückung in unserer Welt schlagwortartig genannt:
* Tibetaner und die Sprache Tibetanisch durch die chinesische Regierung
* Kurden und Kurdisch in der Türkei
* Bosquimanos in Botswana
* Yanomani in Brasilien
* Wichí in dem Staat Salta in Argentinien
* das indogene Volk der Naskapi (innu) und ihre Sprache durch die kanadische Regierung
* das Volk der Berber und ihre Sprache in den Maghrebstaaten
* die Roma und Sinti und ihre Sprache in Europa
* die Janti durch Erdölfirmen im westlichen Sibirien
* die slowenische Minderheit in Kärnten in Südösterreich
* zahlreiche vietnamesische indogene Minderheitensprachen durch die vietnamesische
Einparteienregierung

Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

Der Kaukasus - die linguistisch reichste Region Europas

"Berg der Sprachen" nannte im 10. Jahrhundert der arabische Geograph Al-Mas'udi den Kaukasus und schon Plinius berichtet, dass die Römer in Dioskurias (heute Sokhumi) 130 Dolmetscher benötigten. Die Angaben schwanken zwischen 70 und 360 Sprachen und Dialekten. Als Ursache für die Vielfalt auf engstem Raum ist sicherlich die starke Zerklüftung des Kaukasusgebiets in viele kleine, schwer zugängliche Täler mit bis über 5000 m hohen Gipfeln verantwortlich, in die sich die verschiedensten Gruppen zurückziehen konnten und so ihre angestammten Sprachen behielten. Darüber hinaus trägt die geografische Situation zur Abspaltung von Dialekten bei, aus denen sich nach einiger Zeit - begünstigt durch erschwerte Kommunikation - selbständige Sprachen entwickelten. Besonderheit bei Kaukasisch ist jedoch, dass diese Sprachen keine genetisch einheitliche Sprachfamilie bilden, sondern aus mehreren Sprachfamilien stammen. Deshalb gliedern Linguisten Kaukasisch in drei ...

"Die Großen"

Hier ein Überblick der meist gesprochenen Sprachen der Welt. Aber Vorsicht, die Zahlen können nur ungefähre Richtwerte sein. Nicht alle Sprecher des Spanischen zum Beispiel haben Spanisch auch als Muttersprache, viele sprechen eine Regionalsprache, wie Katalanisch in Spanien oder Guarani n Uruguay als Erstsprache. Hier zeigt sich bereits, dass Sprache über Nationalgrenzen hinausgeht und nicht etwas ist, das in absolute Zahlen gefasst werden kann.

Bretonische Wiederbelebungsversuche

Die Zahl der Sprecher des Breto- nischen hat sich seit den 1950er-Jahren drastisch verringert. Da die Franzö- sische Republik keine Sprecher- zahlen der auf ihrem Territorium gesprochenen Sprachen erhebt, beruhen alle Angaben auf Schätzungen. Allgemein wird davon ausgegangen, dass 1950 etwa 1.200.000 Menschen des Bretonischen mächtig waren, wovon einige zehntausend sich nicht fließend auf Französisch verständigen konnten. Mit dem Aussterben dieser monoglotten Bevölkerungsgruppe setzte ein schneller Übergang zum Französischen ein, da die meisten bretonischsprachigen Familien begannen, ihre Kinder einsprachig auf Französisch aufzuziehen, um ihnen Diskriminierung in Schule und Berufsleben zu ersparen. Heute wird die Zahl der brezhonegerien (Bretonischsprecher) auf unter 250.000 geschätzt, von denen etwa zwei Drittel älter als 60 Jahre alt sind. Nur maximal halb so viele Menschen verwenden die Sprache auch tatsächlich im Alltag. Bretonisch ist also vom Aussterben bedroht, aber es ist noc...